Brücke wird um 133 Meter geschoben

Brücke wird um 133 Meter geschoben

Kurz vor der Hochzeit: Immer weiter wachsen die beiden Brücken des Neckartalübergangs bei Heilbronn zusammen. Mit Riesenschritten wächst die Betonbrücke aus Richtung Obereisesheim zum Mittelpfeiler. Die Stahlkonstruktion aus dem Taktkeller unmittelbar neben der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm kommt ihr entgegen. Voraussichtlich ab Montag, 9. Juli, wird sich die Stahlbrücke Richtung Westen bewegen – mit bis zu zwölf Meter pro Stunde. Der Takt 3 hat eine Länge von rund 133 Metern. Das heißt, die über 4000-Tonnen schwere Stahlkonstruktion wird über so genannte Litzenheber nach vorne gezogen. Verschoben wird über Wasser, den Neckarwehrkanal und das Vorland über die Hilfspfeiler in westliche Richtung. Der rote Vorbauschnabel (Gesamtlänge rund 50 Meter) kragt nach Verschubende ab dem 10. Juli über den Hilfspfeiler an der Brückenachse 251 um rund 40 Meter hinaus. Das Spektakel ist gut von der Straße und dem Neckarvorland zu beobachten. Die Hochzeit der beiden Brückenteile, also wenn sich die Stahl- und Betonkonstruktion treffen, ist beim letzten Takt voraussichtlich im September 2018 vorgesehen. Dann wird noch einmal um 96 Meter verschoben. Die Stahlbrücke hat nach Fertigstellung eine Gesamtlänge von 511 Meter, die Betonbrücke von 820 Meter. Und ab 1. April 2019 soll der gesamte Verkehr der A6 provisorisch mit sechs Fahrspuren über die Zeit der Bundesgartenschau über den neuen Neckartalübergang rollen. Dann wird gleichzeitig die alte Brückenzug komplett abgerissen und neu aufgebaut.

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